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AfiS-Aktensystem/docs/08-suche-und-export.md
T
HarlekinandClaude Opus 5 71c20f4b95 Phase 7 abgeschlossen: Suche mit gestuftem Index, Facetten, Palette
Der bisherige Suchvektor enthielt nur, was jeder sehen darf. Das war
leck-sicher und unbrauchbar zugleich: ab Stufe 1 fand die Suche nichts von
dem, was einen Fall ausmacht.

SearchIndex hält jetzt sechs Zeilen je Ziel, eine pro Freigabestufe. Die Zeile
zur Stufe N enthält alles, was ein Leser dieser Stufe sehen darf. Eine Suche
nimmt genau diese eine Zeile und kann deshalb nichts finden, was sie nicht
lesen darf — auch keinen höher eingestuften Eintrag in einer sichtbaren Akte.

Schwärzungen werden dabei stufenweise aufgelöst: strip_redactions_above
entfernt nur, was über der Stufe liegt. Sonst fände ein Leser der Stufe 4
einen Namen nicht, den er auf der Seite im Klartext sieht, und ein Leser der
Stufe 1 einen, den er dort nur als Balken sieht.

Die Suchbedingung ist nicht die Zugriffsprüfung: der Volltext liefert
Kandidaten, die Sichtbarkeit kommt aus visibleCaseWhere — derselben Funktion
wie in der Fallliste, und Treffer, Trefferzahl und Facettenzähler entstehen
gemeinsam in einer Abfrage. Eine in SQL nachgebaute Sichtbarkeitsregel wäre
die Sorte Duplikat, die auseinanderläuft.

Filter stehen in der Adresse. Damit ist jeder Zustand teilbar, der
Zurück-Knopf tut das Richtige, und eine gespeicherte Ansicht ist ein
Lesezeichen. Die mitgelieferten Ansichten stehen im Programm, weil sie von der
Gegenwart abhängen.

Strg+K öffnet die Kommandopalette. Im Grundgerüst steckt nur das
Tastaturereignis, die Palette selbst wird beim Öffnen geholt — das kostet die
anderen Seiten rund hundert Byte.

Offen geblieben: "Zuletzt geöffnet" als Ansicht. Dafür müsste jeder Aufruf
jeder Akte mitgeschrieben werden; das wäre eine Überwachungsfunktion, die
niemand bestellt hat. In TASKS vermerkt.

165 Tests im Web-Paket, 17 in der Datenbank, 7 im Worker, 34 e2e.
Grösste Route bei 119,7 kB gegen 120 erlaubte.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-02 21:23:01 +02:00

3.8 KiB

Suche und Export

Suche

Postgres Full-Text-Search, deutsche Konfiguration. Kein Elasticsearch.

  • SearchIndex per Trigger aus Aktenzeichen und Titel (Gewicht A), Abschnittswerten (B) und Verlaufseinträgen (C)
  • Je Freigabestufe ein Vektor. Die Zeile zur Stufe N enthält alles, was ein Leser dieser Stufe sehen darf; eine Suche nimmt genau diese eine Zeile. Geschwärzte Stellen werden stufenweise aufgelöst. Begründung in docs/13-entscheidungen.md
  • GIN-Index, websearch_to_tsquery('german', $1)
  • Zusätzlich Trigram-Index (pg_trgm) auf caseNumber und displayName für Tippfehler

Filter: Status, Fallart, Zeitraum, Beteiligte, Klassifizierung, Tags, nur meine Fälle.

Die Sichtbarkeitsprüfung gehört in dieselbe Abfrage, nicht als Nachfilter. Sonst stimmen Trefferzahl und Seitenlänge nicht und aus den Lücken lässt sich auf verborgene Akten schließen. Gleiches gilt für Facettenzähler.

Gespeicherte Ansichten, die es ab Werk geben sollte: meine Fälle, Wiedervorlage diese Woche, seit meinem letzten Besuch geändert, unbearbeitet seit 14 Tagen, zuletzt geöffnet.

Export

Einzelakte als PDF

Aufbau: Deckblatt mit Aktenzeichen, Klassifizierungsvermerk und Stand:-Zeitstempel, Kopfdatentabelle, Abschnitte in Vorlagenreihenfolge, chronologischer Verlauf, Anhangsverzeichnis mit Hashes.

Nachträglich geänderte Verlaufseinträge werden im Export als solche ausgewiesen (bearbeitet, v3, 31.08.2026), zurückgezogene erscheinen als Grabstein mit Begründung. Ein Export darf nie sauberer aussehen als die Akte ist. Der Stand:-Zeitstempel macht erkennbar, dass ein älterer Ausdruck überholt sein kann.

Drei Regeln:

  1. Der Export respektiert die Stufe des Abrufers. Gesperrte Felder werden als Schwärzung ausgegeben, nicht weggelassen, mit dem Vermerk „Geschwärzt, Stufe 4". Sonst merkt der Empfänger nicht, dass er eine gekürzte Fassung hat.
  2. Wasserzeichen auf jeder Seite: Name des Abrufers, Zeitstempel, Freigabestufe.
  3. Jeder Export wird protokolliert. Ab Stufe 3 zusätzlich Freigabe durch einen Nutzer mit Recht export.approve, also Vier-Augen-Prinzip. Die Anfrage erscheint beim Leiter als Aufgabe im Dashboard.

Technik

Playwright-Container rendert eine dedizierte Druckansicht /faelle/[caseNumber]/druck mit @media print-Styles. Kein PDF-Bibliotheks-Layout von Hand.

Erzeugte PDFs werden gecacht unter dem Schlüssel sha256(caseId + updatedAt + clearanceLevel + templateVersion). Auf einem Homeserver kostet das Rendern spürbar CPU, und dieselbe Akte wird oft mehrfach exportiert.

Der Export läuft als Hintergrundauftrag: Klick erzeugt einen Job, die UI zeigt einen Fortschrittsbalken und der Download startet automatisch, sobald der Job fertig ist. Bei über 3 Sekunden bekommt der Nutzer zusätzlich eine Benachrichtigung, damit er wegklicken kann.

Einzeldokument als PDF

Nicht jedes Dokument gehört zu einem Fall. Ein Sonderarbeitsvertrag, eine Beurteilung oder eine Verpflichtungserklärung hängt an einer Person, nicht an einer Ermittlung. Solche Dokumente entstehen aus einer Vorlage wie ein Fallabschnitt, werden aber einzeln ausgegeben: Deckblatt, das Dokument selbst, Fußzeile. Kein Verlauf, keine Kopfdatentabelle einer Akte.

Dieselben drei Regeln gelten: die Stufe des Abrufers wird respektiert, jede Seite trägt das Wasserzeichen, jeder Abruf wird protokolliert.

Die Vorlage bestimmt das Aussehen. Ein mehrseitiger Vertrag mit Paragraphen und Unterschriftenzeilen ist eine andere Vorlage als ein einseitiger Vorfallsbericht, und beide laufen durch dieselbe Druckansicht.

Weitere Wege

  • ZIP mit PDFs und Anhängen für Sammelexporte, nur mit Recht admin
  • Vollständiger JSON-Export der Datenbank als Umzugs- und Notfallformat, ohne Stufenfilterung, nur für admin, immer protokolliert