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AfiS-Aktensystem/docs/08-suche-und-export.md
T
HarlekinandClaude Opus 5 bbae8546a0 Zuletzt geöffnet als Sprungliste, ohne Verlauf
Die letzte offene Zeile aus TASKS.md. Sie blieb offen, weil eine Spur über
jeden Aktenaufruf schnell etwas anderes wird als eine Bequemlichkeit.

Vier Festlegungen halten sie auf der richtigen Seite:

  - Kein Verlauf. Der Primärschlüssel (userId, targetType, targetId) lässt je
    Nutzer und Datensatz genau eine Zeile zu, die überschrieben wird. Die
    Tabelle kann nicht sagen, wie oft oder in welcher Reihenfolge gearbeitet
    wurde. Zwanzig Einträge, älteres fällt hinten heraus.
  - Nur die eigene. Keine Ansicht, kein Adminbereich, keine Funktion mit
    fremder Kennung. Jede Abfrage nimmt p.userId.
  - Jederzeit löschbar, ohne Rückfrage und ohne Grabstein.
  - Vorabrufe zählen nicht. Ohne die Prüfung auf next-router-prefetch stünde
    dort, worüber jemand mit der Maus gefahren ist.

Gelesen wird über dieselben Sichtbarkeitsfragmente wie überall: eine
vorgemerkte Kennung ist keine Berechtigung. Steigt eine Akte über die
Freigabestufe, verschwindet sie ohne Lücke und ohne Platzhalter; Personalakten
brauchen zusätzlich personnel.read. Das Zugriffsprotokoll bleibt unberührt und
bleibt die einzige Auskunft darüber, wer wann was gelesen hat.

Sie steht auf der Übersicht und im leeren Feld der Kommandopalette. Der zweite
Ort ist der eigentliche.

Nebenbei: NEXT_DIST_DIR, damit ein Build neben einem laufenden
Entwicklungsserver nicht dasselbe .next-Verzeichnis abräumt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-03 10:52:23 +02:00

84 lines
4.1 KiB
Markdown

# Suche und Export
## Suche
Postgres Full-Text-Search, deutsche Konfiguration. Kein Elasticsearch.
- `SearchIndex` per Trigger aus Aktenzeichen und Titel (Gewicht A), Abschnittswerten (B) und
Verlaufseinträgen (C)
- **Je Freigabestufe ein Vektor.** Die Zeile zur Stufe N enthält alles, was ein Leser dieser
Stufe sehen darf; eine Suche nimmt genau diese eine Zeile. Geschwärzte Stellen werden
stufenweise aufgelöst. Begründung in `docs/13-entscheidungen.md`
- GIN-Index, `websearch_to_tsquery('german', $1)`
- Zusätzlich Trigram-Index (`pg_trgm`) auf `caseNumber` und `displayName` für Tippfehler
Filter: Status, Fallart, Zeitraum, Beteiligte, Klassifizierung, Tags, nur meine Fälle.
**Die Sichtbarkeitsprüfung gehört in dieselbe Abfrage**, nicht als Nachfilter. Sonst stimmen
Trefferzahl und Seitenlänge nicht und aus den Lücken lässt sich auf verborgene Akten
schließen. Gleiches gilt für Facettenzähler.
Gespeicherte Ansichten, die es ab Werk geben sollte: meine Fälle, Wiedervorlage diese Woche,
seit meinem letzten Besuch geändert, unbearbeitet seit 14 Tagen, zuletzt geöffnet.
„Zuletzt geöffnet" ist keine Suchansicht geworden, sondern eine persönliche Sprungliste auf der
Übersicht und im leeren Feld der Kommandopalette: sie ist keine Abfrage über den Index, sondern
eine Merkliste des einzelnen Nutzers. Was sie mitschreibt und was ausdrücklich nicht, steht in
docs/13-entscheidungen.md.
## Export
### Einzelakte als PDF
Aufbau: Deckblatt mit Aktenzeichen, Klassifizierungsvermerk und `Stand:`-Zeitstempel,
Kopfdatentabelle, Abschnitte in Vorlagenreihenfolge, chronologischer Verlauf,
Anhangsverzeichnis mit Hashes.
Nachträglich geänderte Verlaufseinträge werden im Export als solche ausgewiesen
(`bearbeitet, v3, 31.08.2026`), zurückgezogene erscheinen als Grabstein mit Begründung.
Ein Export darf nie sauberer aussehen als die Akte ist. Der `Stand:`-Zeitstempel macht
erkennbar, dass ein älterer Ausdruck überholt sein kann.
Drei Regeln:
1. **Der Export respektiert die Stufe des Abrufers.** Gesperrte Felder werden als Schwärzung
ausgegeben, nicht weggelassen, mit dem Vermerk „Geschwärzt, Stufe 4". Sonst merkt der
Empfänger nicht, dass er eine gekürzte Fassung hat.
2. **Wasserzeichen** auf jeder Seite: Name des Abrufers, Zeitstempel, Freigabestufe.
3. **Jeder Export wird protokolliert.** Ab Stufe 3 zusätzlich Freigabe durch einen Nutzer mit
Recht `export.approve`, also Vier-Augen-Prinzip. Die Anfrage erscheint beim Leiter als
Aufgabe im Dashboard.
### Technik
Playwright-Container rendert eine dedizierte Druckansicht `/faelle/[caseNumber]/druck`
mit `@media print`-Styles. Kein PDF-Bibliotheks-Layout von Hand.
Erzeugte PDFs werden gecacht unter dem Schlüssel
`sha256(caseId + updatedAt + clearanceLevel + templateVersion)`. Auf einem Homeserver kostet
das Rendern spürbar CPU, und dieselbe Akte wird oft mehrfach exportiert.
Der Export läuft als Hintergrundauftrag: Klick erzeugt einen Job, die UI zeigt einen
Fortschrittsbalken und der Download startet automatisch, sobald der Job fertig ist. Bei über
3 Sekunden bekommt der Nutzer zusätzlich eine Benachrichtigung, damit er wegklicken kann.
### Einzeldokument als PDF
Nicht jedes Dokument gehört zu einem Fall. Ein Sonderarbeitsvertrag, eine Beurteilung oder
eine Verpflichtungserklärung hängt an einer **Person**, nicht an einer Ermittlung. Solche
Dokumente entstehen aus einer Vorlage wie ein Fallabschnitt, werden aber einzeln ausgegeben:
Deckblatt, das Dokument selbst, Fußzeile. Kein Verlauf, keine Kopfdatentabelle einer Akte.
Dieselben drei Regeln gelten: die Stufe des Abrufers wird respektiert, jede Seite trägt das
Wasserzeichen, jeder Abruf wird protokolliert.
Die Vorlage bestimmt das Aussehen. Ein mehrseitiger Vertrag mit Paragraphen und
Unterschriftenzeilen ist eine andere Vorlage als ein einseitiger Vorfallsbericht, und beide
laufen durch dieselbe Druckansicht.
### Weitere Wege
- ZIP mit PDFs und Anhängen für Sammelexporte, nur mit Recht `admin`
- Vollständiger JSON-Export der Datenbank als Umzugs- und Notfallformat, ohne
Stufenfilterung, nur für `admin`, immer protokolliert