Die README beschrieb das Vorgehen statt der Anwendung. Sie erklärt jetzt, was das System kann, wie es aufgebaut ist und wie man es lokal und im Betrieb fährt. Dazu tragen die acht Zusicherungen dort ihre Nummern — Berechtigungsprüfung in der Abfrage, kein DELETE im Verlauf, Protokollpflicht ab Stufe 3, Magic Bytes statt Dateiendungen, Skelette statt Spinner, Existenz als Information, keine Geheimnisse im Repository, keine Einmal-Container. Achtzehn Dateien verwiesen für ebendiese Regeln auf eine Datei, die nicht mehr mitverfolgt wird; sie zeigen jetzt auf die README. Arbeitsunterlagen bleiben auf der Platte, werden aber nicht mehr verfolgt. Die Ausschlussregel steht in .git/info/exclude statt in .gitignore, damit sie nicht selbst im Repository steht.
AfiS-Aktensystem
Fall- und Personalaktenverwaltung für die Abteilung für innere Sicherheit eines SCP-RP-Servers. Anmeldung und Berechtigungen laufen vollständig über Discord.
Interne Anwendung für eine geschlossene Gruppe von zehn bis fünfzig Personen, selbst gehostet. Keine Mandantentrennung, keine öffentliche Registrierung.
Was es kann
- Fallakten mit Kopfdaten, Abschnitten nach Vorlage und einem Verlauf, der nur wächst
- Personalakten, überwiegend für Externe, mit Aktenblatt zum Ausdrucken
- Abteilungen als Ebene darüber: was zu ihnen aktenkundig ist, ergibt sich aus ihren Mitgliedern
- Dokumente nach Vorlage, an einer Fall- oder Personalakte
- Fünfstufige Klassifizierung mit feldgenauer Schwärzung
- Volltextsuche je Freigabestufe, Kommandopalette auf Strg+K
- Chat in jeder Akte, mit Übernahme einer Nachricht als Vermerk
- Export als PDF mit Wasserzeichen, jeder Abruf protokolliert
- Zugriffsprotokoll über jede schreibende Aktion und jeden Lesezugriff ab Stufe 3
Zusicherungen
Acht Regeln, die im Code und wo möglich in der Datenbank durchgesetzt sind. Sie sind der Grund, warum das System so gebaut ist, wie es gebaut ist — Codekommentare verweisen unter ihrer Nummer hierher.
- Berechtigungsprüfung immer serverseitig und immer in der Datenbankabfrage. Niemals alle Datensätze laden und danach filtern.
- Verlaufseinträge dürfen nachträglich geändert werden, aber niemals unsichtbar. Jede
Änderung erzeugt eine Version, jede Zurücknahme lässt einen Grabstein stehen, beides ist
für alle sichtbar, die den Eintrag sehen dürfen. Es gibt kein
DELETE— das steht als Regel in der Datenbank, nicht nur in der Anwendung. - Jede schreibende Aktion und jeder Lesezugriff ab Stufe 3 erzeugt einen Protokolleintrag.
- Keine Dateiendungen als Typprüfung. Immer Magic Bytes. Kein SVG, kein HTML, keine Archive.
- Keine Blockade-Spinner. Jede Ansicht hat ein Skelett, jede Änderung eine sofortige Rückmeldung.
- Existenz ist auch eine Information. Akten oberhalb der Sichtstufe tauchen weder in Listen noch in Trefferzahlen noch in Rückverweisen auf. Kein Zugriff heisst 404, nicht 403.
- Keine Geheimnisse im Repository. Alles über
.env, Vorlage in.env.example. - Keine Einmal-Container. Der Betrieb läuft über Dockge, das beendete Container nicht
dauerhaft anzeigt. Migrationen gehören ins Startkommando von
web, wiederkehrende Aufgaben in Dauerläufer mit eigenem Cron. Jeder Dienst braucht einen Healthcheck, weil das in Dockge die Statusanzeige ist.
Aufbau
web/ Next.js 15, App Router, React 19
worker/ discord.js, gleicht Rollen und Mitgliedschaft ab
pdf/ Playwright, erzeugt die PDF-Ausdrucke
packages/db/ Prisma-Schema, Migrationen, Seed
docker/ Dockerfiles für web, worker und pdf
compose.yaml Der Dockge-Stack
.env.example Vorlage für den .env-Reiter in Dockge
Stack: Next.js 15 mit React 19 und TypeScript, Auth.js v5 mit Discord-Provider, Prisma auf PostgreSQL 16, Tailwind ohne Komponentenbibliothek. ClamAV und Playwright laufen als eigene Container.
Einrichten
Discord-Application anlegen, Bot auf den Server einladen und Server Members Intent aktivieren — ohne das liefert der Bot keine Rollen.
Lokal entwickeln
Node 22 und pnpm 9.
corepack enable && pnpm install
docker run -d --name afis-db -e POSTGRES_DB=afis -e POSTGRES_USER=afis \
-e POSTGRES_PASSWORD=afis -p 5434:5432 postgres:16-alpine
cp .env.example .env
# DATABASE_URL und DIRECT_DATABASE_URL auf localhost:5434 zeigen lassen
pnpm --filter @afis/db run build # erzeugt den Prisma-Client
pnpm db:deploy && pnpm db:seed
pnpm dev
Prüfen wie die CI:
pnpm lint && pnpm typecheck && pnpm test
pnpm test:e2e
pnpm test legt sich eine eigene Datenbank afis_test an und lässt die
Entwicklungsdatenbank in Ruhe: Verlaufseinträge und Protokollzeilen sind nach Regel 2 nicht
löschbar, was ein Test dort anlegt, bliebe für immer stehen.
Betrieb
Gehostet als ein Dockge-Stack. Die .env wird nicht im Repository gepflegt, sondern im
.env-Reiter von Dockge.
| Verwaltung | Dockge, ein Stack namens afis unter /opt/stacks/afis/ |
| Erreichbarkeit | Cloudflare Tunnel, kein offener Port am Router |
| Aktualisieren | Dockge → Stack → Update, Migration läuft automatisch mit |
| Backup | zwei Dauerläufer mit Cron: nächtlicher Dump plus restic offsite |
| Wiederherstellung | scripts/restore-test.sh spielt einen Dump in eine Wegwerf-Datenbank und vergleicht Zeilenzahlen, Regeln und Trigger |