Die README beschrieb das Vorgehen statt der Anwendung. Sie erklärt jetzt, was
das System kann, wie es aufgebaut ist und wie man es lokal und im Betrieb
fährt.
Dazu tragen die acht Zusicherungen dort ihre Nummern — Berechtigungsprüfung in
der Abfrage, kein DELETE im Verlauf, Protokollpflicht ab Stufe 3, Magic Bytes
statt Dateiendungen, Skelette statt Spinner, Existenz als Information, keine
Geheimnisse im Repository, keine Einmal-Container. Achtzehn Dateien verwiesen
für ebendiese Regeln auf eine Datei, die nicht mehr mitverfolgt wird; sie
zeigen jetzt auf die README.
Arbeitsunterlagen bleiben auf der Platte, werden aber nicht mehr verfolgt. Die
Ausschlussregel steht in .git/info/exclude statt in .gitignore, damit sie nicht
selbst im Repository steht.
Gemessen statt vermutet: die Datenschicht war nie das Problem. resolvePermissions
unter 1 ms, loadDashboard 11 ms, searchCases 5 ms, die Abteilungsabfragen 3–4 ms.
Die Sekunden kamen aus zwei Ecken.
**Fehlende Ladegrenzen.** Den meisten Routen fehlte loading.tsx — unter anderem
der Übersicht, der Suche und dem gesamten Adminbereich. Ohne diese Datei hat
der Router keine Grenze, wartet stumm auf die fertige Serverantwort, und bis
dahin steht die alte Seite: man klickt, und scheinbar passiert nichts. Neunzehn
Skelette nachgetragen, jede Route hat jetzt eine.
Dazu quittiert der geklickte Link den Klick selbst, mit einem ruhig
pulsierenden Punkt statt eines Kreisels. Regel 5 verbietet den
Blockade-Spinner, der Inhalt ersetzt; eine Quittung im Link ersetzt nichts, und
die eigentliche Antwort auf das Warten bleibt das Skelett.
**Webpack.** Der Entwicklungsserver übersetzte jede Route beim ersten Aufruf
neu: 8 s für die Übersicht, 2,8 s für die Fallliste. Mit Turbopack sind es
0,43 s beim ersten Aufruf und 0,1 s danach. Nur pnpm dev, der Produktionsbau
bleibt unverändert. Gegengeprüft, dass die Anmeldeseite mit CSS und ohne
Fehler im Log rendert.
Nebenbei die eine Abfrage, die schlecht skalierte: die Übersicht zählte
ungelesene Nachrichten mit einer Abfrage je Ort — bei hundert Akten hundert
Hin- und Rückwege. Jetzt ein einziges groupBy mit der Lesemarke im ODER-Zweig
des jeweiligen Ortes. Ein Test prüft, was dabei leicht verrutscht: die Marke
gilt je Ort, und eigene Nachrichten zählen nie mit.
„Zwischen der Auswahl und dem Text ist kaum Platz" — und das stimmte überall,
nicht nur an der einen Stelle. Der Grund war messbar: der Abstand zur
Beschriftung betrug 8 px, die Polsterung innerhalb des Feldes 11,2 px. Das Wort
stand also näher am Rahmen als der Inhalt des Rahmens an demselben Rahmen, und
genau daran erkennt das Auge einen zu engen Satz.
Die Regel heisst jetzt: der Abstand nach aussen ist grösser als die Polsterung
nach innen. Sie steht einmal in globals.css als .field-label, .field-row und
.field-hint — vorher war sie ein Dutzend Mal als mt-1, mt-1.5 oder gap-2 an den
Aufrufstellen verteilt, mit drei verschiedenen Werten, von denen keiner
reichte. 33 Stellen umgestellt.
Der Test prüft die Regel und nicht die Zahl: er liest die Polsterung von .field
aus dem CSS und verlangt, dass beide Abstände darüber liegen. Gegengeprobt mit
einem zu kleinen Wert, dann schlägt er an.
Nachgemessen im Browser mit dem gebauten CSS: 8 px senkrecht gegen 5,6 px
Innenpolsterung, 13,6 px waagerecht gegen 11,2 px.
Punkt 3 der Wünsche.
Die Abteilung stand als Freitext in der Personalakte. Damit liess sich nichts
fragen: „SHD", „Shd" und „Sicherheitsdienst" waren drei Abteilungen. Sie ist
jetzt ein eigenes Modell, im Adminbereich verwaltbar, und die drei vorhandenen
Freitexte sind in der Migration zu Abteilungen geworden.
**Eine Fallakte trägt keine Abteilung.** Sie gehört zu einer, wenn eine
beteiligte Person ihr angehört — abgeleitet über CaseParticipant und die
Personalakte. Eine eingetragene Zuordnung wäre nach zwei Wochen falsch: Leute
wechseln, Beteiligte kommen dazu, und niemand pflegt das nach. Dasselbe gilt
für die Dokumente: ein Dokument unmittelbar an der Abteilung wäre halb
verdrahtet, weil die Vorlagen über TemplateUse nur Fall- und Personalakte
kennen.
Die Abteilungsseite zeigt Mitglieder, abgeleitete Fälle und Dokumente,
Vermerke, Chat und ein Kreisdiagramm der Fallarten; die Übersicht eines über
alle Abteilungen. Das Diagramm ist serverseitig gerendertes SVG — eine
Bibliothek wäre das Teuerste auf der Seite gewesen. Die Segmente sind
Abstufungen von --steel und nicht die Stufenfarben: ein Tortenstück in Oxidrot
würde als „streng geheim" gelesen.
Die Zusammenfassung ist die gefährliche Stelle. Eine Abteilungsseite fasst
zusammen, was einzeln längst geschützt ist, und eine Zusammenfassung, die nicht
filtert, verrät mehr als jede Einzelansicht. Deshalb läuft hier jede Liste und
jede Zahl durch dieselben Fragmente wie überall; ein Test prüft, dass die Summe
der Diagrammanteile mit der Länge der Liste übereinstimmt. Wo jemand
Personalakten gar nicht sehen darf, steht null und keine Null.
Vermerke erben Regel 2 unverändert: kein DELETE, Version bei jeder Änderung,
Grabstein bei jeder Zurücknahme, als Regel und Trigger in der Datenbank. Ohne
Korrekturkette, Anhänge und Karenzzeit — was Beweiswert hat, gehört in eine
Fallakte.
Nebenbei: das Zugriffsprotokoll hängt jetzt am dafür vorgesehenen Recht
audit.read statt an admin.
Die restlichen zwei Änderungswünsche.
**Protokoll.** „Wer was wo macht" stand seit dem ersten Tag in AuditLog —
harte Regel 3 sorgt dafür. Was fehlte, war die Ansicht darauf. /admin/protokoll
ist genau das und keine zweite Aufzeichnung: filterbar nach Person, Aktion,
Art und Zeitraum, rückwärts blätternd.
Nur für die Leitung. Eine Zeile nennt Aktenzeichen und Namen, und schon die
Existenz einer Zeile verrät, dass es einen Vorgang gibt; ein gefiltertes
Protokoll für alle wäre ein Weg, die Sichtbarkeitsregeln von hinten
aufzurollen. Aus demselben Grund werden Kennungen ohne Sichtbarkeitsfilter zu
Aktenzeichen aufgelöst — ein Protokoll aus UUIDs liest niemand, und eines, das
niemand liest, ist keine Kontrolle.
**Speichern.** Jedes Feld trug seinen eigenen Knopf: ein Arbeitsvertrag mit
zwölf Feldern hiess zwölfmal speichern. Der Knopf steht jetzt am Blatt.
Geschrieben wird trotzdem je Feld und nicht als Transaktion, und das folgt aus
dem Datenmodell: Abschnitte sind einzeln versioniert, weil mehrere Leute
gleichzeitig an einer Akte arbeiten. Als Transaktion blockierte ein einziges
zwischenzeitlich geändertes Feld das ganze Blatt — elf gute Änderungen verloren,
weil jemand das zwölfte angefasst hat. So geht durch, was durchgeht, und die
Rückmeldung sagt, was offen blieb und wo. Lichtbilder bleiben ausgenommen: ein
Upload mit Prüfkette ist keine Feldänderung.
lib/audit.ts liegt jetzt als lib/audit/write.ts neben lib/audit/query.ts.