Der bisherige Suchvektor enthielt nur, was jeder sehen darf. Das war leck-sicher und unbrauchbar zugleich: ab Stufe 1 fand die Suche nichts von dem, was einen Fall ausmacht. SearchIndex hält jetzt sechs Zeilen je Ziel, eine pro Freigabestufe. Die Zeile zur Stufe N enthält alles, was ein Leser dieser Stufe sehen darf. Eine Suche nimmt genau diese eine Zeile und kann deshalb nichts finden, was sie nicht lesen darf — auch keinen höher eingestuften Eintrag in einer sichtbaren Akte. Schwärzungen werden dabei stufenweise aufgelöst: strip_redactions_above entfernt nur, was über der Stufe liegt. Sonst fände ein Leser der Stufe 4 einen Namen nicht, den er auf der Seite im Klartext sieht, und ein Leser der Stufe 1 einen, den er dort nur als Balken sieht. Die Suchbedingung ist nicht die Zugriffsprüfung: der Volltext liefert Kandidaten, die Sichtbarkeit kommt aus visibleCaseWhere — derselben Funktion wie in der Fallliste, und Treffer, Trefferzahl und Facettenzähler entstehen gemeinsam in einer Abfrage. Eine in SQL nachgebaute Sichtbarkeitsregel wäre die Sorte Duplikat, die auseinanderläuft. Filter stehen in der Adresse. Damit ist jeder Zustand teilbar, der Zurück-Knopf tut das Richtige, und eine gespeicherte Ansicht ist ein Lesezeichen. Die mitgelieferten Ansichten stehen im Programm, weil sie von der Gegenwart abhängen. Strg+K öffnet die Kommandopalette. Im Grundgerüst steckt nur das Tastaturereignis, die Palette selbst wird beim Öffnen geholt — das kostet die anderen Seiten rund hundert Byte. Offen geblieben: "Zuletzt geöffnet" als Ansicht. Dafür müsste jeder Aufruf jeder Akte mitgeschrieben werden; das wäre eine Überwachungsfunktion, die niemand bestellt hat. In TASKS vermerkt. 165 Tests im Web-Paket, 17 in der Datenbank, 7 im Worker, 34 e2e. Grösste Route bei 119,7 kB gegen 120 erlaubte. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
3.8 KiB
Suche und Export
Suche
Postgres Full-Text-Search, deutsche Konfiguration. Kein Elasticsearch.
SearchIndexper Trigger aus Aktenzeichen und Titel (Gewicht A), Abschnittswerten (B) und Verlaufseinträgen (C)- Je Freigabestufe ein Vektor. Die Zeile zur Stufe N enthält alles, was ein Leser dieser
Stufe sehen darf; eine Suche nimmt genau diese eine Zeile. Geschwärzte Stellen werden
stufenweise aufgelöst. Begründung in
docs/13-entscheidungen.md - GIN-Index,
websearch_to_tsquery('german', $1) - Zusätzlich Trigram-Index (
pg_trgm) aufcaseNumberunddisplayNamefür Tippfehler
Filter: Status, Fallart, Zeitraum, Beteiligte, Klassifizierung, Tags, nur meine Fälle.
Die Sichtbarkeitsprüfung gehört in dieselbe Abfrage, nicht als Nachfilter. Sonst stimmen Trefferzahl und Seitenlänge nicht und aus den Lücken lässt sich auf verborgene Akten schließen. Gleiches gilt für Facettenzähler.
Gespeicherte Ansichten, die es ab Werk geben sollte: meine Fälle, Wiedervorlage diese Woche, seit meinem letzten Besuch geändert, unbearbeitet seit 14 Tagen, zuletzt geöffnet.
Export
Einzelakte als PDF
Aufbau: Deckblatt mit Aktenzeichen, Klassifizierungsvermerk und Stand:-Zeitstempel,
Kopfdatentabelle, Abschnitte in Vorlagenreihenfolge, chronologischer Verlauf,
Anhangsverzeichnis mit Hashes.
Nachträglich geänderte Verlaufseinträge werden im Export als solche ausgewiesen
(bearbeitet, v3, 31.08.2026), zurückgezogene erscheinen als Grabstein mit Begründung.
Ein Export darf nie sauberer aussehen als die Akte ist. Der Stand:-Zeitstempel macht
erkennbar, dass ein älterer Ausdruck überholt sein kann.
Drei Regeln:
- Der Export respektiert die Stufe des Abrufers. Gesperrte Felder werden als Schwärzung ausgegeben, nicht weggelassen, mit dem Vermerk „Geschwärzt, Stufe 4". Sonst merkt der Empfänger nicht, dass er eine gekürzte Fassung hat.
- Wasserzeichen auf jeder Seite: Name des Abrufers, Zeitstempel, Freigabestufe.
- Jeder Export wird protokolliert. Ab Stufe 3 zusätzlich Freigabe durch einen Nutzer mit
Recht
export.approve, also Vier-Augen-Prinzip. Die Anfrage erscheint beim Leiter als Aufgabe im Dashboard.
Technik
Playwright-Container rendert eine dedizierte Druckansicht /faelle/[caseNumber]/druck
mit @media print-Styles. Kein PDF-Bibliotheks-Layout von Hand.
Erzeugte PDFs werden gecacht unter dem Schlüssel
sha256(caseId + updatedAt + clearanceLevel + templateVersion). Auf einem Homeserver kostet
das Rendern spürbar CPU, und dieselbe Akte wird oft mehrfach exportiert.
Der Export läuft als Hintergrundauftrag: Klick erzeugt einen Job, die UI zeigt einen Fortschrittsbalken und der Download startet automatisch, sobald der Job fertig ist. Bei über 3 Sekunden bekommt der Nutzer zusätzlich eine Benachrichtigung, damit er wegklicken kann.
Einzeldokument als PDF
Nicht jedes Dokument gehört zu einem Fall. Ein Sonderarbeitsvertrag, eine Beurteilung oder eine Verpflichtungserklärung hängt an einer Person, nicht an einer Ermittlung. Solche Dokumente entstehen aus einer Vorlage wie ein Fallabschnitt, werden aber einzeln ausgegeben: Deckblatt, das Dokument selbst, Fußzeile. Kein Verlauf, keine Kopfdatentabelle einer Akte.
Dieselben drei Regeln gelten: die Stufe des Abrufers wird respektiert, jede Seite trägt das Wasserzeichen, jeder Abruf wird protokolliert.
Die Vorlage bestimmt das Aussehen. Ein mehrseitiger Vertrag mit Paragraphen und Unterschriftenzeilen ist eine andere Vorlage als ein einseitiger Vorfallsbericht, und beide laufen durch dieselbe Druckansicht.
Weitere Wege
- ZIP mit PDFs und Anhängen für Sammelexporte, nur mit Recht
admin - Vollständiger JSON-Export der Datenbank als Umzugs- und Notfallformat, ohne
Stufenfilterung, nur für
admin, immer protokolliert