Die Dokumentebene aus docs/13 ist gebaut, additiv: Document, DocumentSection
und DocumentSectionVersion neben Case, CaseSection und CaseEntry. Ein Dokument
hängt an einer Fallakte, an einer Personalakte oder an nichts, höchstens an
einem — gesichert durch eine CHECK-Bedingung. Es gibt kein DELETE; eine
Zurücknahme lässt einen Grabstein stehen, der auch für den Admin zu ist.
Eine neue Dokumentart ist damit ein Datensatz, kein Deployment. Im Seed stehen
vier: vermerk, vorfallsbericht, sonderarbeitsvertrag (mehrseitiger Vertragstext
mit Platzhaltern und Unterschriftenzeilen) und bussgeld.
Zwei Umbenennungen, beide von Hand migriert, damit die vorhandenen Zeilen und
Zählerstände stehen bleiben:
- CaseTemplate -> DocumentTemplate, plus uses[] und layout
- CaseCounter -> NumberSeries, ein Nummernkreis je Präfix für Aktenzeichen
und Dokumentnummern
Die Regeln für Abschnitte stehen jetzt einmal in lib/sections/render.ts und
gelten für Fallakten und Dokumente gleichermaßen. Die Frage aus docs/13, ob
CaseSection langfristig in die Dokumentebene wandert, ist damit verneint und
begründet.
Rückverweise auf der Personalakte laufen durch visibleCaseWhere, die Zahl
daneben entsteht aus dem gefilterten Ergebnis. Auch die Rollengruppe
verschwindet mit, sonst verriete "Betroffener" ohne Eintrag die Ermittlung.
Die eigene Personalakte ist keine Ausnahme von der Freigabestufe.
Vier neue Rechte: document.create, .edit, .finalize, .retract. Das letzte
steht bei den zurückgehaltenen, es greift in Geschriebenes ein.
91 Tests im Web-Paket, 15 in der Datenbank, 28 e2e. Größte Route 118 kB
gegen das Budget von 120 kB — die Luft wird knapp.
Eine Vorlage ist eine geordnete Liste von Bausteinen: Eingabefelder und feste
Textbausteine mit Platzhaltern. Damit trägt dieselbe Struktur den
Vorfallsbericht und den Sonderarbeitsvertrag. Die Startvorlagen bilden jetzt
den echten Bericht der Abteilung ab, samt Berichtsart, Gefahreneinschätzung
und Foundation-Freigabe — letztere als gewöhnliches Feld ohne Wirkung auf den
Zugriff.
Abschnitte werden gerendert und bearbeitet, Entwürfe alle zwei Sekunden lokal
gesichert. Gespeichert wird auf Knopfdruck: ein Abschnitt ist der Sachstand
der Akte, kein Chatbeitrag. Die geladene Version geht mit; weicht sie ab, gibt
es kein stilles Überschreiben, sondern beide Fassungen nebeneinander mit
"Meine übernehmen" und "Fremde übernehmen".
Felder über der Stufe des Lesers werden serverseitig durch einen Platzhalter
ersetzt, Schwärzungen im Fliesstext kommen als Segmente. Beides so, dass der
echte Wert den Server nicht verlässt — nicht als Ausblenden im Client.
Der Wortdiff ist selbst geschrieben statt eingekauft: ein Dutzend Zeilen gegen
30 kB im Bündel für etwas, das nur serverseitig läuft.
Beim Bauen des Vorlagen-Editors riss das Bündel-Budget auf 127,9 kB, weil zod
über das Vorlagenmodul in den Client geriet. Typen und Validierung sind jetzt
getrennt: fields.ts ohne zod für Client und Server, schema.ts nur
serverseitig. Wieder bei 111,9 kB von 120.
85 Tests, 22 E2E.
Richtigstellung zuerst: der vorige Commit trägt die Nachricht "Nichts davon
gebaut", enthält aber bereits die Schema-Änderung an CaseTemplate und
CaseCounter. Ein abgebrochener Aufruf hatte die Datei schon geschrieben, und
das nachfolgende `git add -A` hat sie mitgenommen. Die Nachricht war damit
falsch. Hier ist die Änderung vollständig und geprüft.
Das Muster des Aktenzeichens gehört zur Vorlage: Präfix und Stellenzahl je
Fallart, ein Nummernkreis je Präfix und Jahr. Die Abteilung führt gewachsene
Präfixe wie AKT-PA-2026-62843 neben dem AfiS-2026-0042 aus dem Glossar.
Die Migration ist von Hand geschrieben, weil der Wechsel des Primärschlüssels
auf CaseCounter den bestehenden Zähler erhalten muss: eine zurückgesetzte
Nummer wäre ein doppeltes Aktenzeichen. Vorher und nachher geprüft.
parseCaseNumber zerlegt von hinten, damit Präfixe mit Bindestrich funktionieren.
Ein Test belegt, dass AKT-PA und AfiS getrennte Nummernkreise führen.
Dazu start.sh für die lokale Entwicklung, solange der Dockge-Stack nicht läuft:
Datenbank hochfahren, Migrationen, Grundzustand, Worker und Web. Mit
--ohne-worker für Arbeit ohne Discord und --nur-db für die Datenbank allein.
Fachlogik in lib/cases/service.ts, Zugriffsprüfung in lib/access/. Jede
Funktion prüft selbst und schreibt ihren Protokolleintrag in derselben
Transaktion wie die Änderung — die Server Actions daneben sind dünn.
Schreibgrenzen nach docs/03: niemand legt eine Akte über der eigenen Stufe an,
niemand stuft über die eigene Stufe hoch, archiviert und versiegelt sind
schreibgeschützt auch für Admins. Eine Herabstufung verlangt eine Begründung
und landet als sichtbarer Systemeintrag im Verlauf, nicht nur im Protokoll.
Aktenzeichen über CaseCounter mit INSERT ... ON CONFLICT DO UPDATE, geprüft mit
acht gleichzeitigen Anlagen ohne Doppelung. Wer eine Akte anlegt, wird ihr
Ermittler, sonst verliert er sie aus dem Blick, sobald jemand hochstuft.
Fallliste cursorbasiert auf (updatedAt, id), Sichtbarkeit und Trefferzahl in
derselben Abfrage. Aktenansicht mit Kopfdaten sofort und Verlauf in eigener
Suspense-Grenze. Vermerke optimistisch mit clientseitiger UUIDv7, die zugleich
Idempotenzschlüssel ist — zweimal gesendet bleibt ein Eintrag.
Lesezugriffe ab Stufe 3 werden protokolliert, gepuffert und alle zwei Sekunden
gebündelt geschrieben, damit das Protokoll die Antwort nicht ausbremst.
Die vier Startvorlagen stehen jetzt im Seed statt in Phase 3: ohne Vorlage
lässt sich keine Akte anlegen.
Der Discord-Server hat drei Sorten Rollen, die Dokumente kannten nur eine:
Zugehörigkeit (AfiS, Personalabteilung) als Türsteher, Rangrollen für die
Rechte, Zugangsrollen für die Freigabestufe. Das bestehende RoleMapping trägt
das fast, es fehlt nur der Türsteher. Die beiden Felder dafür kommen mit
Phase 1, die Struktur ist in docs/13-entscheidungen.md festgehalten.
Die Freigabestufen heißen jetzt wie die Zugangsrollen: Unclassified,
Restricted Access, Confidential Access, Sensitive Access, Critical Operations,
Executive Oversight. Fachbegriffe der Domäne bleiben englisch, auch in einer
deutschen Oberfläche.
Die Bezeichnungen sind damit Daten in ClearanceLevelConfig, nicht mehr
Oberflächentext in lib/i18n/de.ts: sie sind im Adminbereich änderbar, und was
der Leiter ändern kann, gehört nicht in eine Übersetzungsdatei. StampMark
bekommt den Namen hereingereicht.
Vier neue Tests prüfen den Zustand, den der Seed herstellt, gegen die
Datenbank statt gegen eine Konstante im Code.
pnpm-Workspace mit web/, worker/, pdf/ und packages/db. Das Datenbankpaket ist
eigenständig, weil Web-App und Worker denselben Prisma-Client brauchen.
Schema nach docs/04-datenmodell.md, mit drei Abweichungen, die dort begründet
sind: CaseParticipant bekommt einen eigenen Schlüssel statt eines
zusammengesetzten mit NULL-Spalten, die Aktenzeichen laufen über CaseCounter
statt über eine Sequenz pro Jahr, und ServiceHeartbeat kommt dazu, damit
/api/health den Gateway-Zustand kennt, ohne Discord zu fragen.
Die zweite Migration enthält, was Prisma nicht ausdrücken kann:
- kein DELETE auf CaseEntry, CaseEntryVersion und AuditLog
- authorId, createdAt, caseId und type eines Eintrags sind unveränderlich
- an einer Eintragsversion darf nur minClearance angehoben werden
- Volltextsuche mit deutscher Konfiguration; geschwärzte Bereiche werden vor
dem Indizieren entfernt, sonst verrät ein Treffer den Inhalt
- pg_notify bei Rollen- und Mapping-Änderungen
Acht Tests prüfen diese Regeln gegen eine echte Postgres-Instanz, nicht gegen
die Anwendungslogik.