Nachgesehen, was bei Herabstufung, Rollenentzug, Rauswurf und Austritt
passiert. Für Requests war alles abgedeckt: der Worker löscht die Sitzungen,
ein Trigger verwirft die zwischengespeicherten Rechte, getCurrentUser prüft bei
jedem Request Sitzungszeile, isActive und Mitgliedschaft nach. Die Zeile in der
Datenbank ist der Nachweis, nicht das Cookie — und eine Zeile lässt sich
zurückziehen.
Eine Stelle fiel dabei durch: der Ereignisstrom stellt keine neuen Requests. Er
prüfte einmal beim Verbinden und lief danach mit einer eingefrorenen
Rechtekopie weiter. Wer mit offenem Tab hinausgeworfen wurde, bekam weiter
Chatnachrichten zugestellt, mit vollem Text — jeder Seitenaufruf wäre
abgemeldet gewesen, aber es machte ja keiner mehr einen.
/api/stream löst Sitzung und Rechte jetzt bei jedem Ereignis und bei jedem
Herzschlag neu auf. Ändern sich die Rechte, werden auch die erlaubten Themen
neu bestimmt: ein Ereignis zu einem Verlaufseintrag trägt nur eine Kennung, das
Thema ist dort die einzige Schranke. Ist die Sitzung weg, geht ein revoked
hinaus und die Verbindung wird geschlossen — Schliessen allein genügt nicht,
EventSource baut sofort wieder auf.
Fünf Tests für die Web-Hälfte der Kette; die Discord-Hälfte deckte
worker/tests/mitgliedschaft.test.ts schon ab.
Ein Ereignisstrom mit Themen (/api/stream), in dem der Dateistrom aus Phase 5
aufgegangen ist. Zwei Prüfungen: beim Verbinden, welche Themen der Nutzer
abonnieren darf, und je Ereignis wird der Inhalt mit seinen Rechten geladen.
Das zweite ist nicht nur Vorsicht — eine Umklassifizierung wirkt dadurch in
einer offenen Verbindung sofort. In der pg_notify-Nutzlast steht nie ein
Inhalt, nur Thema, Art und Kennung.
Der Aktenchat sendet optimistisch mit clientseitiger UUIDv7, die zugleich
Idempotenzschlüssel ist. Antworten, vier feste Reaktionen, Bearbeiten mit
sichtbarem editedAt, Zurückziehen mit Platzhalter — Löschen gibt es nicht, und
eine Regel in der Datenbank hält das fest. Eine zurückgezogene Nachricht kommt
ohne Text an, nicht ausgeblendet.
Aktenzeichen im Text werden zu Vorschaukarten, serverseitig aufgelöst. Eine
Akte, die der Leser nicht sehen darf, sieht darin genauso aus wie eine, die es
gar nicht gibt.
"Als Vermerk übernehmen" steht sichtbar an jeder Nachricht. Der Vermerk gehört
dem Verfasser, nicht dem Übernehmenden; ein Systemeintrag nennt den Ursprung,
damit der Wortlaut später nicht für die Akte geschrieben wirkt.
Bei den Discord-Benachrichtigungen entscheidet die Web-App, wer was erfährt,
und der Worker liefert nur aus. Die Alternative hätte geheissen, die
Sichtbarkeitsprüfung im Worker ein zweites Mal zu bauen. In meta steht ein
Titel nur, wenn er hinaus darf — ab Stufe 3 keiner. Postausgang als Tabelle,
angestossen über LISTEN, mit Takt als Sicherheitsnetz.
Nebenbei riss das Budget der Fallakte erneut (122 kB). Drei Schritte zurück
auf 119,6: Chattexte in eine eigene i18n-Datei, ein gemeinsames AddPanel statt
viermal derselbe Aufklapp-Code, und eine eigene UUIDv7 statt des Pakets — die
Sortierbarkeit, auf der die Nachlieferung beruht, steht damit im eigenen Code
und hat Tests.
Unterwegs habe ich NotifyMode und User.notifyMode ein zweites Mal angelegt,
obwohl es beides seit dem Grundgerüst gibt. Die Migration schlug fehl und die
Datenbank musste von Hand aufgeräumt werden; die Lehre steht in docs/13.
155 Tests im Web-Paket, 15 in der Datenbank, 7 im Worker, 32 e2e.