**Export.** Das Vier-Augen-Verfahren ab Stufe 3 ist weg. Wer exportiert,
entscheidet jetzt allein die Freigabestufe: mindestens die des Ziels. Das ist
strenger als das Lesen — wer als Beteiligter ausnahmsweise in eine höher
eingestufte Akte darf, darf sie deshalb noch nicht ausser Haus geben.
Dabei fiel eine Lücke auf: hängte man sich an einen laufenden Auftrag,
entstand kein Protokolleintrag. „Jeder Export wird protokolliert" heisst jeder
Abruf, nicht jeder Rendervorgang — wer dieselbe Datei bekommt, muss genauso
darin stehen.
**Fristen.** dueAt wurde überall gelesen — Übersicht, Suchfilter, Ausdruck —
und nirgends gesetzt. Es gab keine Stelle, an der man ein Datum einträgt,
deshalb stand unter „Fristen" immer „Nichts steht an". Jetzt im Kopf der Akte,
mit Protokolleintrag und ohne Verlaufseintrag: eine Wiedervorlage ist eine
Merkhilfe, keine Aussage über den Fall.
**Statuswechsel.** Aus einem Entwurf führt laut Lebenszyklus nur „Offen"
heraus, deshalb standen dort nie mehr als zwei Ziele. Das sah aus wie ein
Fehler und war keiner — jetzt steht die Erklärung daneben und an jeder Option.
**Druckansicht.** Sie hatte kein eigenes Layout: das weisse Blatt lag auf dem
dunklen Thema und es gab keinen Weg zurück. Jetzt heller Grund, eine Leiste
mit Zurück und Drucken, beides beim Drucken ausgeblendet. Das Ziel wird aus
dem Pfad abgeleitet, damit es auch beim direkten Aufruf stimmt.
**Abteilungsstatistik.** Eine Abteilung ohne Freigabe wird als „Ohne Freigabe"
geführt statt weggelassen — sonst summierten sich die Anteile nicht auf die
Zahl daneben. Mehrere ergeben ein Stück, sonst stünde dort, wie viele es sind.
Dazu: Dienstgrad in eckigen Klammern vor dem Namen und in dessen Grösse, in
einer eigenen Spalte; Knopfform für „Personalakte anlegen"; die abgeschnittene
Anzahl im Kopf der Personalaktenliste; „Zuletzt geöffnet" ohne die zwei
Hinweistexte, leer als Zeichen statt als Satz.
Gemessen statt vermutet: die Datenschicht war nie das Problem. resolvePermissions
unter 1 ms, loadDashboard 11 ms, searchCases 5 ms, die Abteilungsabfragen 3–4 ms.
Die Sekunden kamen aus zwei Ecken.
**Fehlende Ladegrenzen.** Den meisten Routen fehlte loading.tsx — unter anderem
der Übersicht, der Suche und dem gesamten Adminbereich. Ohne diese Datei hat
der Router keine Grenze, wartet stumm auf die fertige Serverantwort, und bis
dahin steht die alte Seite: man klickt, und scheinbar passiert nichts. Neunzehn
Skelette nachgetragen, jede Route hat jetzt eine.
Dazu quittiert der geklickte Link den Klick selbst, mit einem ruhig
pulsierenden Punkt statt eines Kreisels. Regel 5 verbietet den
Blockade-Spinner, der Inhalt ersetzt; eine Quittung im Link ersetzt nichts, und
die eigentliche Antwort auf das Warten bleibt das Skelett.
**Webpack.** Der Entwicklungsserver übersetzte jede Route beim ersten Aufruf
neu: 8 s für die Übersicht, 2,8 s für die Fallliste. Mit Turbopack sind es
0,43 s beim ersten Aufruf und 0,1 s danach. Nur pnpm dev, der Produktionsbau
bleibt unverändert. Gegengeprüft, dass die Anmeldeseite mit CSS und ohne
Fehler im Log rendert.
Nebenbei die eine Abfrage, die schlecht skalierte: die Übersicht zählte
ungelesene Nachrichten mit einer Abfrage je Ort — bei hundert Akten hundert
Hin- und Rückwege. Jetzt ein einziges groupBy mit der Lesemarke im ODER-Zweig
des jeweiligen Ortes. Ein Test prüft, was dabei leicht verrutscht: die Marke
gilt je Ort, und eigene Nachrichten zählen nie mit.
Die Druckansicht ist die einzige Vorlage für den Export: kein zweites Layout
von Hand in einer PDF-Bibliothek. Der Playwright-Dienst ruft genau diese Seite
auf und bekommt dafür ein signiertes, kurzlebiges Zeichen statt eines
Sitzungscookies. Es gilt nur, solange der Auftrag läuft, ist an den Anfragenden
gebunden, und die Stufe wird beim Einlösen frisch aufgelöst und auf die im
Zeichen vermerkte gedeckelt.
Der Export darf nie sauberer aussehen als die Akte: gesperrte Felder erscheinen
als Balken mit Vermerk statt zu fehlen, geänderte Einträge tragen ihre Version,
zurückgezogene stehen als Grabstein. Wasserzeichen mit Name, Zeitstempel und
Stufe auf jeder Seite.
Die Stufe steckt im Zwischenspeicherschlüssel. Ohne sie bekäme ein Leser der
Stufe 1 das PDF, das für Stufe 4 gerendert wurde.
Ab Stufe 3 wartet der Auftrag auf Freigabe durch ein zweites Augenpaar — und
der Anfragende darf sich nicht selbst freigeben, auch nicht mit dem Recht
dazu. Offene Freigaben stehen auf der Übersicht.
Dazu Einzeldokumente als PDF (Aktenblatt bleibt Aktenblatt), ZIP-Sammelexport
mit eigenem achtzigzeiligem Schreiber statt einer Abhängigkeit, und der
JSON-Vollabzug ohne Stufenfilterung — die einzige Stelle, an der die
Klassifizierung nicht greift, deshalb hinter einem eigenen Admin-Endpunkt.
Zwei Funde unterwegs, beide in docs/13 festgehalten:
Die Druckansicht warf notFound(), und das Skelett aus dem Wurzel-loading.tsx
blieb im Browser stehen — der PDF-Dienst hätte leere Blätter gedruckt.
Gefunden nur, weil der e2e-Test auf den Inhalt prüft und nicht auf den
Statuscode. Sie rendert die Auskunft jetzt selbst.
Und die Entdopplung der Anhänge verwies auf Dateien, ohne nachzusehen, ob sie
noch daliegen. Nach einem geleerten /tmp zeigte jeder weitere Upload desselben
Inhalts stumm ins Leere.
178 Tests im Web-Paket, 17 in der Datenbank, 7 im Worker, 44 e2e.
Fallakte bei 119,8 von 120 kB — das Budget ist aufgebraucht.